Segelanweisung

Segelanweisungen Allgemeiner Teil

1.0 Allgemeines:

1.1 Die Wettfahrten werden nach den WR der ISAF, den Ordnungsvorschriften des DSV, den von der ISAF oder dem Technischen Ausschuss des DSV genehmigten Klassenregeln der jeweiligen
Klasse, der Ausschreibung und den Segelanweisungen gesegelt. Zusätzlich gilt für Yardstick-
regatten die im aktuellen Wassersportjahrbuch für das Emsrevier veröffentlichen Yardstickzahlen. Weiter gilt die jeweils aktuelle Broschüre des DSV, (www.Kreuzerabteilung.org). Weiter gelten die Bepalingen van het Watersportverbond.
1.2 Die Segelanweisungen können durch Aushang an der Tafel für Bekanntmachungen geändert werden.
1.3 Alle vermessenen Boote müssen gültige Messbriefe oder bestätigte Kopien bereithalten
(Ergänzung WR 78).

2.0 Sicherheit:

Jeder Steuermann ist für die richtige seemannschaftliche Führung seines Bootes in jeder Hinsicht selbst verantwortlich. Der Veranstalter übernimmt keinerlei Verantwortung für Verluste an Leben oder Eigentum, die durch die Teilnahme an der Regatta verursacht werden oder sich ergeben
(Ergänzung WR 4).
2.1 Auf allen Emsregatten müssen grundsätzlich Schwimmwesten getragen werden.
(Änderung Regel WR.40)
2.2 Ein Boot, das die Wettfahrt aufgibt, muss dies unverzüglich der Wettfahrtleitung oder dem Wettfahrtbüro bekannt geben. Dies erfolgt auf UKW Kanal 73. Es setzt die Nationale.
Nichtbeachtung führt zum Ausschluss aus einer Wettfahrt oder der Wettfahrtserie.

3.0 Bekanntmachungen:

Mitteilungen der Wettfahrtleitung oder des Schiedsgerichts erfolgen durch Aushang an der Tafel für Bekanntmachungen, oder während der Steuermannsbesprechung.
3.1 Bekanntmachungen werden durch Setzen folgender Signale signalisiert:
3.2 Flagge „L“: An der offiziellen Tafel ist eine Bekanntmachung ausgehängt.
3.3 Antwortwimpel „AP“: Startverschiebung
3.4 Flagge „AP“ über „A“: Heute keine Wettfahrt

4.0 Startlinie:

Zwischen Startboot und Starttonne, Peilung über den Mast des Startbootes und der Starttonne. Es gilt die Startlinie, die beim Vorbereitungssignal ausgelegt ist. Boote, für die das Vorbereitungs-
signal noch nicht gegeben ist, müssen sich von der Startlinie und von allen Booten, für die das
Vorbereitungssignal gegeben wurde, freihalten.
Boote, die nicht spätestens 15 Minuten nach dem letzten Start gestartet sind, werden ohne
Verhandlung als DNC oder DNS gewertet (Änderung WR A4).

5.0 Kursangebote:

Der Kurs wird durch Buchstaben oder Nummern angezeigt oder angesagt.
Grüne Flagge = rechts herum
Rote Flagge = links herum
Es gilt der Kurs, der beim Ankündigungssignal angezeigt wird.

6.0 Startverfahren:

6.1 Ankündigungssignal: 5 Minuten vor dem Start; Schallsignal und Setzen der Flagge W
6.2 Vorbereitungssignal :
4 Minuten vor dem Start; Schallsignal und Setzen der Flagge P
6.3 Minutensignal
1 Minute vor dem Start; Schallsignal und Streichen der Flagge P
6.4 Start:
Schallsignal und Streichen der Flagge W.
Die Klassen starten in 10 Minuten Abstand.
6.5 Frühstart:
Setzen der Flagge X mit einem Schallsignal. Das (die) zu früh startende (n) Boot(e) hat (haben) keinen Anspruch auf Rückruf. Eine zu früh startende Yacht muss vollständig auf die richtige Seite der Startlinie zurückkehren, um neu starten zu können. Sobald dies geschehen ist, wird die Flagge „X“ nieder geholt.
6.6 Allgemeiner Rückruf:
Soll ein Start für ungültig erklärt werden, so wird dieses durch Setzen des 1. Hilfsstanders und zwei Schallsignale angezeigt.

7.0 Wiederholungsstart:

7.1 Die Yachten starten 10 Minuten nach dem Fehlstart erneut.
7.2 5 Minuten nach dem Fehlstart wird das neue Ankündigungssignal gegeben.

8.0 Ziel und Ziellinie:

8.1 Die Ziellinie wird durch eine farbige Markierung auf dem Zielschiff und einer Tonne gebildet. (siehe Bahnkarte). Das Zielschiff führt eine blaue Flagge.
8.2 Beim Zieldurchgang ertönt ein akustisches Signal.
8.3 Boote, die nicht innerhalb von 60 Minuten nach Zieldurchgang des ersten Bootes ihrer Start- gruppe die Bahn abgesegelt und durchs Ziel gegangen sind, werden ohne Verhandlung als DNF gewertet. (Änderung WR35, A4, und A5)

9.0 Abkürzung der Bahn:

Werden auf einer der Bahnmarken oder auf einem Begleitfahrzeug die Flagge „S“ gesetzt und 2
Schallsignale gegeben, so ist von hier aus unter kursgemäßer Rundung direkt ins Ziel zu segeln.
Die Ziellinie ist in der ursprünglich vorgeschriebenen Richtung zu passieren.

10.0 Verbotene Handlungen:

Die Wettfahrtleitung kann nach einmaliger Verwarnung die Yacht, welche gegen Regel 42.2 verstößt, ohne Protest disqualifizieren (Wriggen, Pumpen, Schaukeln, Wippen).

11.0 Abbruch einer Wettfahrt:

11.1 Der Abbruch einer Wettfahrt wird durch Setzen der Flagge „N“ und 3 Schallsignale bekannt gege- ben. Auf neue Startsignale achten.

12.0 Aufhebung einer Wettfahrt:

Wird durch Setzen der Flagge „N“ über Flagge „A“ und 3 Schallsignale bekannt gegeben.

13.0 Zeitlimit:

Die Regattaleitung kann die Wettfahrt 120 Minuten nach Kenterung der Tide beenden.

14.0 Wettfahrtschluss:

Schallsignal und Niederholen der blauen Flagge.

15.0 Protest:

15.1 Als Protestflagge gelten der Buchstabenwimpel „B“ oder eine rote Flagge, die deutlich gesetzt werden muss.
15.2 Protestformulare sind bei der Wettfahrtleitung erhältlich. Proteste müssen innerhalb der
Protestzeit eingereicht werden. Die Protestzeit beträgt 30 Minuten nach Festmachen des Juryschiffes.

16.0 Unterscheidungsnummer:

Im Segel müssen die Zeichen und die Nummern geführt werden, die zum Boot gehören.

18.0 Alle Yachten haben sich nach dem Zieldurchgang der Wettfahrtleitung zu erkennen zu geben.
19.0 UKW ist auf Kanal 16 empfangsbereit zu halten. Die Regattaleitung ist auf dem Regattakanal (normalerweise 72) erreichbar.

20.0 Meldebestimmungen:

Die Abgabe der Meldung zu einer Wettfahrt gilt als Bestätigung, dass die gemeldete Yacht allen damit verbundenen Anforderungen und Vorschriften entspricht. Sie gilt ferner als Bestätigung dafür, dass die gemeldeten Steuerleute teilnahmeberechtigt sind. Die Abgabe der Meldung verpflichtet zur Zahlung des Meldegeldes. Auswärtige Teilnehmer bezahlen das Meldegeld bei Ankunft, spätestens bis zum Zeitsignal für die erste Wettfahrt.

21.0 Das schwarze Brett befindet sich auf dem Startboot oder im Clubheim des Veranstalters. Die an dem Brett des durchführenden Vereins bekanntgemachten Mitteilungen und Anweisungen des Wettfahrtausschusses gelten mit dem Anschlag als jedem Teilnehmer zugegangen.

22.0 Haftungsausschluss:

Mit der Abgabe der Meldung wird anerkannt, dass der Wettfahrtausschuss für die Eignung der gemeldeten Yacht und Mannschaft nicht verantwortlich ist und dass der Wettfahrtausschuss bzw. die durchführenden Vereine den beteiligten Regattateilnehmern gegenüber keinerlei Haftung für Unfälle oder Schäden aller Art oder deren Folgen übernehmen, die sich aus der Beteiligung er- geben, auch nicht für solche durch Schlepp-, Sicherungs- oder Bergungsfahrzeuge. Ebenso sind Ansprüche gegen denjenigen ausgeschlossen, der Schlepp-, Sicherungs- oder Bergungsfahrzeu- ge bereitgestellt hat oder sie führt. Bei Inanspruchnahme von Motorboothilfe ist den Weisungen des Bootsführers unbedingt Folge zu leisten. Bei Abbruch der Wettfahrt durch eine Behörde oder durch höhere Gewalt können Regressansprüche weder an den Veranstalter noch an den Verein gestellt werden.

23.0 Seeregatten:

Zulassung, Ausrüstung, Besatzung und Ruderführung gemäß besonderer Ausschreibung in diesem Heft und den entsprechenden Regeln der Wettsegelbestimmungen der ISAF. Für die Wettfahrt sind nur seefähige Yachten zugelassen, deren Eigner Mitglieder eines Vereins sind, der einem Landesverband der ISAF angehört. Alle Yachten müssen selbstlenzend, selbstaufrichtend und mit einer Seereling ausgerüstet sein. Die Wettfahrtleitung behält sich das Recht vor, ungeeignete erscheinende Yachten zurückzuweisen. Eine Überprüfung der Yachten kann vorgenommen werden, aber in jedem Fall bleibt der Schiffsführer für den bestimmungsmäßigen, einwandfreien und seetüchtigen Zustand des Schiffes allein verantwortlich.

24.0 Schiffsverkehr:

Die Bestimmungen der Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung (SeeSchStrO), der Kollisionsverhütungsre- geln (KVR), sowie schifffahrtspolizeilicher Verfügungen müssen von allen Wettfahrtteilnehmern eingehalten werden. Durch diese Genehmigung werden keine Sonderrechte begründet.
Auf die Verordnung für das Befahren der Bundeswasserstraßen im Nationalpark mit einer
Änderungsverordnung in der letztgültigen Fassung ist zu achten. Die Schifffahrt, insbesondere die Berufsschifffahrt, darf durch die Regatta/Veranstaltung nicht beeinträchtigt werden.